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	Kommentare zu: Der Verlust der Transzendenz	</title>
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	<description>Beiträge zur christlichen Philosophie</description>
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		<title>
		Von: Elmar Wieland Vogel		</title>
		<link>https://christophilos.de/der-verlust-der-transzendenz/#comment-2516</link>

		<dc:creator><![CDATA[Elmar Wieland Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2023 17:32:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://christophilos.de/der-verlust-der-transzendenz/#comment-2496&quot;&gt;thomas aus d.&lt;/a&gt;.

&lt;strong&gt;Lieber Thomas! Vielen Dank für deine Gedanken dazu. Es besteht m. E. tatsächlich die Gefahr, dass kirchliche Lehren , uns davon abhalten können, die Lehren Jesu anzunehmen. Das ist z. B. dann der Fall, wenn Kirchen reine Handlungsweisen für gut oder heilsnotwendig erklären: Gottesdienstbesuch, Sakramente, karitatives Engagement, Geldspenden etc. Jesus lehrte, dass selbst eine äußerlich betrachtet „gute“ Handlung noch lange nicht wirklich gut sein muss. Siehe dazu Matthäus 6,2.  Werden Handlungen nicht in einem guten Geist und Sinn (d. h. aus Betroffenheit, Mitgefühl, Anteilnahme etc.) getan, so, entsteht eine sinnentleerte und geistlose Werkgerechtigkeit, die unsere Fähigkeit zur Erkenntnis behindert. „Wehe euch Schriftgelehrten! Denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst kommt nicht hinein und behindert diejenigen, die hinein wollen.“ Lukas 11, 52 

Was den zweiten Punkt angeht, bin ich inhaltlich ganz bei dir. Ich denke auch, dass Jesus gar nicht beabsichtigte, eine Kirche als Institution zu gründen. Er wusste, dass die Botschaft, die er überbrachte und seine Mission inhaltlich so stark war, dass sie immer Gegenstand menschlicher Auseinandersetzung und Identifikation bleiben würde. Diese Inhalte waren es auch, die zur Ausbreitung seiner Lehre in den Anfängen geführt haben. Das Inhaltliche der Botschaft Jesu ist der Institution Kirche auch aus den oben genannten Gründen abhandengekommen und daher wird Kirche heute von vielen zunehmend als entbehrlich angesehen. 

Dass die Lehre Jesu auf fruchtbaren Boden gefallen ist, ist eine schöne Metapher. Ich denke, es ist, wie du sagst. Ganz sicher war es die Gunst der Stunde, dass sie auf den „antik-heidnischen“ Boden bzw. die griechische Sprache und die griechische Kultur der Philosophie gefallen ist, was zu ihrer großen Verbreitung beigetragen hat. Ich denke aber auch, wie du sagst, dass zu dieser Zeit eine große, allgemeine menschliche Sehnsucht nach geistiger Erkenntnis in der Luft lag, welche der Botschaft Jesu entsprechen konnte. Mit dem zunehmenden Niedergang der griechischen Schule und dem Zerfall des römischen Reiches entstand dann auch eine Art geistiges Vakuum, das die Verbreitung der christlichen Lehre begünstigte und förderte.

Welches „die“ Initialzündung war, kann ich nicht sagen, ich war ja nicht dabei. Aber ich denke, dass die Inhalte der Botschaft Jesu, für viele überzeugend waren und seine Lehren den Menschen geholfen haben, ihr Leben gänzlich neu zu verstehen und die leidvollen und beschwerlichen Seiten in einem neuen Licht zu sehen. Herzlichst Elmar&lt;/strong&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://christophilos.de/der-verlust-der-transzendenz/#comment-2496">thomas aus d.</a>.</p>
<p><strong>Lieber Thomas! Vielen Dank für deine Gedanken dazu. Es besteht m. E. tatsächlich die Gefahr, dass kirchliche Lehren , uns davon abhalten können, die Lehren Jesu anzunehmen. Das ist z. B. dann der Fall, wenn Kirchen reine Handlungsweisen für gut oder heilsnotwendig erklären: Gottesdienstbesuch, Sakramente, karitatives Engagement, Geldspenden etc. Jesus lehrte, dass selbst eine äußerlich betrachtet „gute“ Handlung noch lange nicht wirklich gut sein muss. Siehe dazu Matthäus 6,2.  Werden Handlungen nicht in einem guten Geist und Sinn (d. h. aus Betroffenheit, Mitgefühl, Anteilnahme etc.) getan, so, entsteht eine sinnentleerte und geistlose Werkgerechtigkeit, die unsere Fähigkeit zur Erkenntnis behindert. „Wehe euch Schriftgelehrten! Denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst kommt nicht hinein und behindert diejenigen, die hinein wollen.“ Lukas 11, 52 </p>
<p>Was den zweiten Punkt angeht, bin ich inhaltlich ganz bei dir. Ich denke auch, dass Jesus gar nicht beabsichtigte, eine Kirche als Institution zu gründen. Er wusste, dass die Botschaft, die er überbrachte und seine Mission inhaltlich so stark war, dass sie immer Gegenstand menschlicher Auseinandersetzung und Identifikation bleiben würde. Diese Inhalte waren es auch, die zur Ausbreitung seiner Lehre in den Anfängen geführt haben. Das Inhaltliche der Botschaft Jesu ist der Institution Kirche auch aus den oben genannten Gründen abhandengekommen und daher wird Kirche heute von vielen zunehmend als entbehrlich angesehen. </p>
<p>Dass die Lehre Jesu auf fruchtbaren Boden gefallen ist, ist eine schöne Metapher. Ich denke, es ist, wie du sagst. Ganz sicher war es die Gunst der Stunde, dass sie auf den „antik-heidnischen“ Boden bzw. die griechische Sprache und die griechische Kultur der Philosophie gefallen ist, was zu ihrer großen Verbreitung beigetragen hat. Ich denke aber auch, wie du sagst, dass zu dieser Zeit eine große, allgemeine menschliche Sehnsucht nach geistiger Erkenntnis in der Luft lag, welche der Botschaft Jesu entsprechen konnte. Mit dem zunehmenden Niedergang der griechischen Schule und dem Zerfall des römischen Reiches entstand dann auch eine Art geistiges Vakuum, das die Verbreitung der christlichen Lehre begünstigte und förderte.</p>
<p>Welches „die“ Initialzündung war, kann ich nicht sagen, ich war ja nicht dabei. Aber ich denke, dass die Inhalte der Botschaft Jesu, für viele überzeugend waren und seine Lehren den Menschen geholfen haben, ihr Leben gänzlich neu zu verstehen und die leidvollen und beschwerlichen Seiten in einem neuen Licht zu sehen. Herzlichst Elmar</strong></p>
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		<title>
		Von: thomas aus d.		</title>
		<link>https://christophilos.de/der-verlust-der-transzendenz/#comment-2496</link>

		<dc:creator><![CDATA[thomas aus d.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2023 12:12:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Elmar! Beim Lesen deiner Gedanken hier auf dieser Seite kam mir in den Sinn, ob es überhaupt Sinn hat, sich mit den Lehren der Kirche auseinanderzusetzen. Könnte es uns davon abhalten, die Lehren des Jesus von Nazareth einfach so zu nehmen, wie sie sind?
Und ein Weiteres: Es war doch vermutlich so, dass Jesus nie vor hatte, eine herkömmliche Religion samt Kirche zu gründen. In den ersten Jahrzehnten und Jahrhunderten breitete sich die Lehre Jesu auch ohne Kirche und Theologen aus und wurde sicher bereits auch schon durch Jesus selbst bewirkt (lehrte er nicht schon seit seinem 12. Lebensjahr). Der Geist seiner Botschaft hat jedenfalls die Menschen irgendwie sehr stark berührt; bzw. 
es muss seine Lehre auf einen fruchtbaren, gut vorbereiteten Boden gefallen sein. War dieser Ackerboden vielleicht der alte “antik-heidnische” Wunsch nach Erlösung des Geistes von der Materie (Plato)? 
Oder war es allgemein eine Möglichkeit der Befreiung der Menschen von religiöser Bevormundung?
Was meinst du, was war die Essenz der Essenz, welche diese Initialzündung bewirkte, denn schon nach wenigen Jahrzehnten gab es überall im römischen Reich verschiedenste christliche Gläubige und was vielleicht sogar ein Vorteil war: verschiedenste koexistierende Glaubensrichtungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Elmar! Beim Lesen deiner Gedanken hier auf dieser Seite kam mir in den Sinn, ob es überhaupt Sinn hat, sich mit den Lehren der Kirche auseinanderzusetzen. Könnte es uns davon abhalten, die Lehren des Jesus von Nazareth einfach so zu nehmen, wie sie sind?<br />
Und ein Weiteres: Es war doch vermutlich so, dass Jesus nie vor hatte, eine herkömmliche Religion samt Kirche zu gründen. In den ersten Jahrzehnten und Jahrhunderten breitete sich die Lehre Jesu auch ohne Kirche und Theologen aus und wurde sicher bereits auch schon durch Jesus selbst bewirkt (lehrte er nicht schon seit seinem 12. Lebensjahr). Der Geist seiner Botschaft hat jedenfalls die Menschen irgendwie sehr stark berührt; bzw.<br />
es muss seine Lehre auf einen fruchtbaren, gut vorbereiteten Boden gefallen sein. War dieser Ackerboden vielleicht der alte “antik-heidnische” Wunsch nach Erlösung des Geistes von der Materie (Plato)?<br />
Oder war es allgemein eine Möglichkeit der Befreiung der Menschen von religiöser Bevormundung?<br />
Was meinst du, was war die Essenz der Essenz, welche diese Initialzündung bewirkte, denn schon nach wenigen Jahrzehnten gab es überall im römischen Reich verschiedenste christliche Gläubige und was vielleicht sogar ein Vorteil war: verschiedenste koexistierende Glaubensrichtungen.</p>
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