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	Kommentare zu: Glauben ohne Dogma &#8211; Philosophische Aspekte der Botschaft Jesu	</title>
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	<description>Beiträge zur christlichen Philosophie</description>
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		<title>
		Von: Ursula Ullrich		</title>
		<link>https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3925</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ursula Ullrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Mar 2024 13:54:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3924&quot;&gt;Elmar Wieland Vogel&lt;/a&gt;.

Danke lieber Elmar für Deine Antwort und die zusätzliche Erklärung, die mich jetzt beruhigt und auch tröstlich ist für mein Empfinden.
Schreibe weiter gute Gedanken, ich weiß sie zu schätzen.
Herzlichst und Dir sehr verbunden Ursula]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3924">Elmar Wieland Vogel</a>.</p>
<p>Danke lieber Elmar für Deine Antwort und die zusätzliche Erklärung, die mich jetzt beruhigt und auch tröstlich ist für mein Empfinden.<br />
Schreibe weiter gute Gedanken, ich weiß sie zu schätzen.<br />
Herzlichst und Dir sehr verbunden Ursula</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Elmar Wieland Vogel		</title>
		<link>https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3924</link>

		<dc:creator><![CDATA[Elmar Wieland Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Mar 2024 08:16:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://christophilos.de/?p=10236#comment-3924</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3921&quot;&gt;Ursula Ullrich&lt;/a&gt;.

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;Liebe Ursula,vielen Dank für Deine Gedanken dazu. Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Ich bin nicht  grundsätzlich gegen Dogmen bzw. Lehrsätze. Tatsächlich sind viele  kirchliche Dogmen wahr, und zwar sofern sie inhaltlich mit der Botschaft  Jesu übereinstimmen. Solche Dogmen zu glauben, kann aber nur der erste Schritt sein. Denn spätestens dann, wenn ein Dogma nicht verstanden wird, oder wenn absurde Schlüsse aus einem Dogma gezogen werden, sollte es hinterfragt und seinem Inhalt nach erklärt werden können. Das ist der notwendige zweite  Schritt. Verantwortung tragen heißt im Sinne Jesu zu handeln, der sich keiner Antwort entzog, wenn ihm Fragen von Relevanz gestellt wurden.Herzlichst Elmar&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;PS: Habe meine erste Antwort an Dich noch um einen weiteren, fehlenden Punkt (Kursivtext) ergänzt. Er erklärt eines der ältesten kirchlichen Dogmen, das da lautet: &lt;strong&gt;&quot;&lt;em&gt;Das Erkennen Gottes ist unendlich.&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3921">Ursula Ullrich</a>.</p>
<p><font color = #4682B4> <strong>Liebe Ursula,vielen Dank für Deine Gedanken dazu. Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Ich bin nicht  grundsätzlich gegen Dogmen bzw. Lehrsätze. Tatsächlich sind viele  kirchliche Dogmen wahr, und zwar sofern sie inhaltlich mit der Botschaft  Jesu übereinstimmen. Solche Dogmen zu glauben, kann aber nur der erste Schritt sein. Denn spätestens dann, wenn ein Dogma nicht verstanden wird, oder wenn absurde Schlüsse aus einem Dogma gezogen werden, sollte es hinterfragt und seinem Inhalt nach erklärt werden können. Das ist der notwendige zweite  Schritt. Verantwortung tragen heißt im Sinne Jesu zu handeln, der sich keiner Antwort entzog, wenn ihm Fragen von Relevanz gestellt wurden.Herzlichst Elmar</strong> </font></p>
<p><font color = #4682B4> <strong>PS: Habe meine erste Antwort an Dich noch um einen weiteren, fehlenden Punkt (Kursivtext) ergänzt. Er erklärt eines der ältesten kirchlichen Dogmen, das da lautet: </strong><strong>&#8222;<em>Das Erkennen Gottes ist unendlich.</em></strong> </font></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ursula Ullrich		</title>
		<link>https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3923</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ursula Ullrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 22:47:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://christophilos.de/?p=10236#comment-3923</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3922&quot;&gt;Elmar Wieland Vogel&lt;/a&gt;.

Lieber Elmar,
Herzlichen Dank für Deine umfangreiche, ausführliche Antwort auf meine Frage zu Deinem neuen Blogbeitrag &quot;Glauben ohne Dogma&quot;.
Es ist wieder eine Fleißarbeit Deinerseits. Schön, dass Du mir in anschaulicher Weise nochmals erklärst, was Du sagen wolltest, was gemeint ist und wie Du eben kritisch die Dogmen siehst, da sie (für Dich) in keinem Zusammenhang mit der Botschaft Jesu stehen.
Ich erkenne Deine Begründung an, verstehe sie auch in ihrer Aussage und Tiefe der Bedeutung.
Doch ich für mich sage: Die Dogmen stellen für mich und meinen doch tiefen Glauben kein Problem dar, ich nehme sie als &quot;gegeben&quot; an. Ich kann damit leben, und ich meine, dass sie meinem Glauben an Jesus Christus und seine Botschaft, die mir sehr viel bedeutet, nicht &quot;schadet&quot;, zumal ich mich selbst noch nie zu einer Anschauung  gezwungen gefühlt habe. Ich bin schon sehr verwurzelt in dem, womit ich aufgewachsen bin und bisher gelebt habe. Ich denke schon, dass ich einen &quot;gesunden&quot; Glauben in mir trage. Aber ich bin auch neugierig und offen anderen Sichtweisen und Darlegungen gegenüber, die mich inhaltlich überzeugen. Und das ist an dem, kann ich ganz ehrlich sagen. Ich lese gern und mit großem Interesse Deine immer sehr anschaulichen und durchaus überzeugenden  Erkenntnisse - für mich. Es ist schön, dass es Dich und diesen geistigen Austausch gibt; er bereichert mich. Hab wieder Dank!
Herzlichst Ursula]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3922">Elmar Wieland Vogel</a>.</p>
<p>Lieber Elmar,<br />
Herzlichen Dank für Deine umfangreiche, ausführliche Antwort auf meine Frage zu Deinem neuen Blogbeitrag &#8222;Glauben ohne Dogma&#8220;.<br />
Es ist wieder eine Fleißarbeit Deinerseits. Schön, dass Du mir in anschaulicher Weise nochmals erklärst, was Du sagen wolltest, was gemeint ist und wie Du eben kritisch die Dogmen siehst, da sie (für Dich) in keinem Zusammenhang mit der Botschaft Jesu stehen.<br />
Ich erkenne Deine Begründung an, verstehe sie auch in ihrer Aussage und Tiefe der Bedeutung.<br />
Doch ich für mich sage: Die Dogmen stellen für mich und meinen doch tiefen Glauben kein Problem dar, ich nehme sie als &#8222;gegeben&#8220; an. Ich kann damit leben, und ich meine, dass sie meinem Glauben an Jesus Christus und seine Botschaft, die mir sehr viel bedeutet, nicht &#8222;schadet&#8220;, zumal ich mich selbst noch nie zu einer Anschauung  gezwungen gefühlt habe. Ich bin schon sehr verwurzelt in dem, womit ich aufgewachsen bin und bisher gelebt habe. Ich denke schon, dass ich einen &#8222;gesunden&#8220; Glauben in mir trage. Aber ich bin auch neugierig und offen anderen Sichtweisen und Darlegungen gegenüber, die mich inhaltlich überzeugen. Und das ist an dem, kann ich ganz ehrlich sagen. Ich lese gern und mit großem Interesse Deine immer sehr anschaulichen und durchaus überzeugenden  Erkenntnisse &#8211; für mich. Es ist schön, dass es Dich und diesen geistigen Austausch gibt; er bereichert mich. Hab wieder Dank!<br />
Herzlichst Ursula</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Elmar Wieland Vogel		</title>
		<link>https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3922</link>

		<dc:creator><![CDATA[Elmar Wieland Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 16:25:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://christophilos.de/?p=10236#comment-3922</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3921&quot;&gt;Ursula Ullrich&lt;/a&gt;.

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;Liebe Ursula, vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast nicht ganz unrecht: Zu der Frage ob christlicher Glaube ohne Dogma möglich ist, habe ich abschließend nicht explizit Stellung genommen. Die Beantwortung dieser Frage ergibt sich jedoch aus dem Kontext meiner Ausführungen. Gerne fasse ich sie hier für Dich noch einmal zusammen:&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;Glauben ohne Dogma heißt verstehen, dass es in der Botschaft Jesu nicht um Annahmen oder Mutmaßungen geht. Vielmehr versteht sich Jesus als Zeuge einer geistigen und hintergründigen Wirklichkeit, die er unmittelbar „geschaut“ und erkannt hat. In diesem Sinne sieht er sich als Vermittler einer Erkenntnis, die über das Vordergründige und Zeitliche hinausweist. Die Vermittlung dieser Erkenntnis ist allerdings nur dort möglich, wo sie auf Interesse trifft – wo Sehnsucht nach solcher Erkenntnis herrscht.&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;Glauben ohne Dogma bedeutet zu verstehen, dass Gott die Wahrheit selbst ist, wobei der Begriff Wahrheit ausnahmslos alle Wirklichkeit unseres Menschseins umfasst. Also auch das Mangelhafte, Ungerechte, Feindliche, Sündige, Leidvolle, Widersprüchliche, Sinnlose, Geistlose, Sterbliche etc. Jesus Christus ist gekommen, damit die ungeliebten Seiten unseres Menschseins eine Wandlung durch den Geist (durch Gott) erfahren können, wodurch sie zu Sinn und Bedeutung finden, worin sie überwunden sind.&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;Glauben ohne Dogma rührt aus dem Verständnis, dass die zu erkennende Wahrheit, die Gott selbst ist, immer über das menschliche Erkenntnisvermögen hinausgeht. Gott ist immer das zu Erkennende, das jenseits unseres Wissens liegt, da Gotteserkenntnis, d. h. Wahrheitserkenntnis, grenzenlos ist. Die Einsicht, dass immer etwas existiert, das erkannt werden kann, ist der Beleg dafür, dass das, was wir Geist nennen (nämlich Gott) über das Endliche und Temporäre unserer Wahrnehmung und Existenz hinausweist. Somit erschließt sich der Gedanke der Transzendenz unseres Daseins nicht allein als Dogma, sondern vielmehr als gedankliche Folgerichtigkeit.&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;Glauben ohne Dogma bedeutet anzuerkennen, dass Jesus seine Botschaft in vollkommener Selbstlosigkeit vermittelt. In seiner Passion zeigt er auf, dass der Sieg der Wahrheit darin besteht, sich unabänderlich bewahrheiten zu können, selbst wenn deren Verkünder äußerlich scheitern, unterliegen oder zugrunde gehen. Bekämpfung, Sanktionierung oder Beseitigung der Überbringer einer Wahrheit führt zu einer Erweiterung derselben und damit zur Erweiterung dessen, der sie verkörpert und sich für sie hingibt.&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;Glauben ohne Dogma bedeutet ein vertrauensvolles Annehmen des Unabänderlichen unserer Wirklichkeit, insbesondere der mangelhaften, leidvollen, ungerechten und unerwünschten Seiten unseres Daseins. Unsere Einheit mit Gott beruht auf einem Einswerden mit ausnahmslos aller Wirklichkeit. Solches Einswerden mit der Wahrheit macht uns zu Teilhabern Gottes, der alle Wirklichkeit nur aus einem Grund hervorbringt und wirkt, nämlich um sich selbst zu erkennen zu geben.&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;Glauben ohne Dogma beruht auf der Erkenntnis, dass wirkliches Leben nichts anderes bedeutet, als sehnsüchtig suchen und finden zu wollen, was zeitlosen Wert und unvergängliche Gültigkeit besitzt. Die Erkenntnis des Zeitlosen und Unvergänglichen ist die Erkenntnis Gottes, der die Wahrheit selbst ist. Zu unvergänglichem Leben zu gelangen, heißt nichts anderes als Gott zu erkennen. In der Botschaft und Handlungsweise Jesu gibt Gott sich selbst, durch sich selbst, zu erkennen.&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;Glauben ohne Dogma rührt aus dem Verständnis, dass jede aufrichtig geübte Einsicht über mich selbst gleichbedeutend ist mit der Erkenntnis Gottes. In jener inneren Einsicht und Betrachtung meiner selbst (wo ich mich so sehe, wie ich in Wahrheit bin) blicke ich jener Wahrheit ins Antlitz, die Gott selbst ist. Ohne Selbsterkenntnis keine Wahrheits- und insofern auch keine Gotteserkenntnis.&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;

&lt;font color = #4682B4 &gt; &lt;strong&gt;Herzlichst Elmar&lt;/strong&gt; &lt;/font&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3921">Ursula Ullrich</a>.</p>
<p><font color = #4682B4> <strong>Liebe Ursula, vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast nicht ganz unrecht: Zu der Frage ob christlicher Glaube ohne Dogma möglich ist, habe ich abschließend nicht explizit Stellung genommen. Die Beantwortung dieser Frage ergibt sich jedoch aus dem Kontext meiner Ausführungen. Gerne fasse ich sie hier für Dich noch einmal zusammen:</strong> </font></p>
<p><font color = #4682B4> <strong>Glauben ohne Dogma heißt verstehen, dass es in der Botschaft Jesu nicht um Annahmen oder Mutmaßungen geht. Vielmehr versteht sich Jesus als Zeuge einer geistigen und hintergründigen Wirklichkeit, die er unmittelbar „geschaut“ und erkannt hat. In diesem Sinne sieht er sich als Vermittler einer Erkenntnis, die über das Vordergründige und Zeitliche hinausweist. Die Vermittlung dieser Erkenntnis ist allerdings nur dort möglich, wo sie auf Interesse trifft – wo Sehnsucht nach solcher Erkenntnis herrscht.</strong> </font></p>
<p><font color = #4682B4> <strong>Glauben ohne Dogma bedeutet zu verstehen, dass Gott die Wahrheit selbst ist, wobei der Begriff Wahrheit ausnahmslos alle Wirklichkeit unseres Menschseins umfasst. Also auch das Mangelhafte, Ungerechte, Feindliche, Sündige, Leidvolle, Widersprüchliche, Sinnlose, Geistlose, Sterbliche etc. Jesus Christus ist gekommen, damit die ungeliebten Seiten unseres Menschseins eine Wandlung durch den Geist (durch Gott) erfahren können, wodurch sie zu Sinn und Bedeutung finden, worin sie überwunden sind.</strong> </font></p>
<p><font color = #4682B4> <strong>Glauben ohne Dogma rührt aus dem Verständnis, dass die zu erkennende Wahrheit, die Gott selbst ist, immer über das menschliche Erkenntnisvermögen hinausgeht. Gott ist immer das zu Erkennende, das jenseits unseres Wissens liegt, da Gotteserkenntnis, d. h. Wahrheitserkenntnis, grenzenlos ist. Die Einsicht, dass immer etwas existiert, das erkannt werden kann, ist der Beleg dafür, dass das, was wir Geist nennen (nämlich Gott) über das Endliche und Temporäre unserer Wahrnehmung und Existenz hinausweist. Somit erschließt sich der Gedanke der Transzendenz unseres Daseins nicht allein als Dogma, sondern vielmehr als gedankliche Folgerichtigkeit.</strong> </font></p>
<p><font color = #4682B4> <strong>Glauben ohne Dogma bedeutet anzuerkennen, dass Jesus seine Botschaft in vollkommener Selbstlosigkeit vermittelt. In seiner Passion zeigt er auf, dass der Sieg der Wahrheit darin besteht, sich unabänderlich bewahrheiten zu können, selbst wenn deren Verkünder äußerlich scheitern, unterliegen oder zugrunde gehen. Bekämpfung, Sanktionierung oder Beseitigung der Überbringer einer Wahrheit führt zu einer Erweiterung derselben und damit zur Erweiterung dessen, der sie verkörpert und sich für sie hingibt.</strong> </font></p>
<p><font color = #4682B4> <strong>Glauben ohne Dogma bedeutet ein vertrauensvolles Annehmen des Unabänderlichen unserer Wirklichkeit, insbesondere der mangelhaften, leidvollen, ungerechten und unerwünschten Seiten unseres Daseins. Unsere Einheit mit Gott beruht auf einem Einswerden mit ausnahmslos aller Wirklichkeit. Solches Einswerden mit der Wahrheit macht uns zu Teilhabern Gottes, der alle Wirklichkeit nur aus einem Grund hervorbringt und wirkt, nämlich um sich selbst zu erkennen zu geben.</strong> </font></p>
<p><font color = #4682B4> <strong>Glauben ohne Dogma beruht auf der Erkenntnis, dass wirkliches Leben nichts anderes bedeutet, als sehnsüchtig suchen und finden zu wollen, was zeitlosen Wert und unvergängliche Gültigkeit besitzt. Die Erkenntnis des Zeitlosen und Unvergänglichen ist die Erkenntnis Gottes, der die Wahrheit selbst ist. Zu unvergänglichem Leben zu gelangen, heißt nichts anderes als Gott zu erkennen. In der Botschaft und Handlungsweise Jesu gibt Gott sich selbst, durch sich selbst, zu erkennen.</strong> </font></p>
<p><font color = #4682B4> <strong>Glauben ohne Dogma rührt aus dem Verständnis, dass jede aufrichtig geübte Einsicht über mich selbst gleichbedeutend ist mit der Erkenntnis Gottes. In jener inneren Einsicht und Betrachtung meiner selbst (wo ich mich so sehe, wie ich in Wahrheit bin) blicke ich jener Wahrheit ins Antlitz, die Gott selbst ist. Ohne Selbsterkenntnis keine Wahrheits- und insofern auch keine Gotteserkenntnis.</strong> </font></p>
<p><font color = #4682B4> <strong>Herzlichst Elmar</strong> </font></p>
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		<title>
		Von: Ursula Ullrich		</title>
		<link>https://christophilos.de/glauben-ohne-dogma/#comment-3921</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ursula Ullrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2024 22:53:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://christophilos.de/?p=10236#comment-3921</guid>

					<description><![CDATA[Lieber Elmar,
vorweg: wieder ein sehr gelungener inhaltsreicher Beitrag zu einem  sowohl interessanten als auch &quot;brisanten&quot; Thema, für den ich Dir danke. 
Es handelt sich um einen flüssigen, sehr verständlichen Text, in den Du erneut viele passende Stellen der Hl. Schrift eingeflochten hast, was mich bei Dir immer wieder fasziniert. Für mich ergeben sich einige neue Sichtweisen und Denkanstöße, manches wäre auch zu hinterfragen.
Vermisst habe ich, dass Du am Ende Deiner Darlegungen nicht noch einmal auf Deine Anfangsfrage zurückkommst: &quot;Ist christlicher Glaube ohne Dogma möglich?&quot; Da fehlt mir nun die Antwort bzw. Verbindung. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Aber ich habe Deinen Beitrag sehr gern und aufmerksam gelesen.
Hab vielen Dank dafür.
Herzlichst Ursula]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Elmar,<br />
vorweg: wieder ein sehr gelungener inhaltsreicher Beitrag zu einem  sowohl interessanten als auch &#8222;brisanten&#8220; Thema, für den ich Dir danke.<br />
Es handelt sich um einen flüssigen, sehr verständlichen Text, in den Du erneut viele passende Stellen der Hl. Schrift eingeflochten hast, was mich bei Dir immer wieder fasziniert. Für mich ergeben sich einige neue Sichtweisen und Denkanstöße, manches wäre auch zu hinterfragen.<br />
Vermisst habe ich, dass Du am Ende Deiner Darlegungen nicht noch einmal auf Deine Anfangsfrage zurückkommst: &#8222;Ist christlicher Glaube ohne Dogma möglich?&#8220; Da fehlt mir nun die Antwort bzw. Verbindung. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?<br />
Aber ich habe Deinen Beitrag sehr gern und aufmerksam gelesen.<br />
Hab vielen Dank dafür.<br />
Herzlichst Ursula</p>
]]></content:encoded>
		
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