Wie ein Baum

Wie ein Baum der seine Zeiten kennt,
will ich Blatt um Blatt beschreiben,
und was unerkannt mich von dir trennt,
will und kann in dir nicht bleiben.

Refrain:
Lass dein grünes Holz mir Zeichen sein
in den kalten, kahlen Zeiten,
bis mich neu erweckt der Sonne Schein,
und sich öffnen helle Weiten. 

Wie der Wind, der nicht zu fassen ist,
weht dein Geist mir ins Gemüte,
offenbart mir alle arge List,
die du deckst in deiner Güte. 

Refrain:
Lass dein grünes Holz mir Zeichen sein
in den kalten, kahlen Zeiten,
bis mich neu erweckt der Sonne Schein,
und sich öffnen helle Weiten. 

Komm und mach mich meiner selbst bewusst,
dass ich neu geboren werde
und die Pforten, die du auf mir tust,
offen stehen wenn ich sterbe. 

Refrain:
Lass dein grünes Holz mir Zeichen sein
in den kalten, kahlen Zeiten,
bis mich neu erweckt der Sonne Schein,
und sich öffnen helle Weiten. 

Wie die Erde alles Leben schafft,
mach auch mich zu gutem Lande,
damit aufersteht in deiner Kraft,
was hier fällt in Schimpf und Schande. 

Refrain:
Lass dein grünes Holz mir Zeichen sein
in den kalten, kahlen Zeiten,
bis mich neu erweckt der Sonne Schein,
und sich öffnen helle Weiten. 

Lass mich fallen in der Zuversicht,
dass solches Sterben Sinn erfährt.
Alles Dunkle strebt empor zum Licht,
das sich von der Sonne nährt. 

Refrain:
Lass dein grünes Holz mir Zeichen sein
in den kalten, kahlen Zeiten,
bis mich neu erweckt der Sonne Schein,
und sich öffnen helle Weiten.

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