Hörst du den Wind?

 Es liegt Geburt in dieser Welt,
 da alles Leben sich erneut.
 Der Wind weht wo es ihm gefällt,
 das Harte er gewiss zerstreut. 

Hörst du den Wind dort?
Vogelfrei  jagt er dahin,
trägt allen Staub fort,
was ziellos und ohne Sinn. 
   
 Es kommt und geht dahin der Wind 
 sein Ziel und Herkunft unbekannt.
 Ich selbst, ein unbekanntes Kind,
 bin doch mit ihm so eng verwandt.
   
 Spürst du den Wind nicht?
 unsichtbar rührt er die Welt.
 Seht wie der Turm bricht,
 Hohes schon bald niederfällt.
 
 Es bricht das Leben jetzt schon an
 für den, der zum Empfang bereit.
 Und wer die Zeichen deuten kann
 ist nun in Geist und Luft befreit. 
   
 Hörst du den Wind nun?
 Anhauch des ewigen Grunds.
 Ohne ein Zutun,
 weht auch der Geist über uns.

 Es kommt der Tod zu dir und mir,
 doch alles Sterben atmet Geist,
 und eines Tages werden wir
 erkennen, was nach oben weist.
   
 Kennst du den Wind jetzt? 
 Abbild der himmlischen Kunst. 
 Wer seine Kraft schätzt, 
 der steht auch in seiner Gunst. 
 
   
 © Elmar Vogel  21. 3. 2021                                 Text nach Johannes 3, 1-8
Hörst du den Wind (Audiodatei) Gitarre und Gesang Elmar Vogel – Altstimme Cosima Vogel